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Affirmation als spiritueller Begriff
Geschichte der spirituellen Affirmation Die Entstehung der Affirmation kann nicht genau bestimmt werden. Das Wiederholen von heiligen oder positiven Selbstsuggestionen ist wohl so alt wie die Spiritualität an sich. Eine positiv gehaltene, möglichst selbstverstärkende Aussage, die in Rezitation wiederholt wird, gilt in diesem Bereich als freie, selbstgewählte Selbstkonditionierung. Diese kann in Form eines Mantra, einer selbsterfüllenden Prophezeiung oder eines Postulates vorkommen. Zu jeder Religion gehören, selbst wenn sie nicht so genannt werden, praktische Sinnsprüche mit denen der Gläubige sich konditioniert. Unabhängig von bestimmten religiösen Konzepten kann die Affirmation jedoch als universelles Instrument der Selbstbeeinflussung betrachtet werden, da sie, im Gegensatz zum ähnlich gehandhabten Mantra, auch völlig ohne einen religiös gefärbten Zusammenhang auskommt.
Funktion der spirituellen Affirmation Die Wirkungsweise einer gelungenen Affirmation ist untrennbar mit der Bejahung des Lebens, des eigenen Lebens bzw. der Wiederherstellung ausbalancierter körperlicher, ökonomischer oder geistiger Zustände verbunden. Da das menschliche Unterbewusstsein keine Verneinung akzeptiert (und demnach die Autosuggestion mit einem "nicht" oder "kein" o.ä. die innere Aufmerksamkeit genau auf den unerwünschten Zustand lenken würde), ist der wichtigste Grundsatz bei der Erstellung einer Affirmation die positive Formulierung in Gegenwartsform.
Die Affirmation kann, wie z.B. im autogenen Training einige wenige male oder, wie bei z.B. bei yogischen oder muslimischen Kontemplationen, bis zu mehreren Tagen rezitiert werden. Wichtig für den Erfolg der Affirmation soll, so die spirituelle Praxis, die liebevolle Aufmerksamkeit für den Inhalt sein. Dabei kann eine kurze Rezitation ebenso wirkungsvoll sein, wie eine lang anhaltende.
Im Gegensatz zum Mantra, das i.d.R. eine universelle bzw. allgemeine Formulierung enthält (z.B. das islamische "La ?ilaha ?illa llah" - "Es gibt keinen, den man mit Wahrheit und Recht anbetet außer Allah"), ist die Affirmation immer auf das eigene Selbst gerichtet. Sie wird daher nicht in Gemeinschaft laut wiederholt, sondern in Stille, manchmal leise geflüstert wenn es um die persönliche Verbesserung der Lebenssituation geht. Einige wenige Mantras, wie das hinduistische "lokah smastah sukhino bavantu" ("Mögen alle Wesen Glück und Harmonie erfahren") markieren semantisch den fließenden Übergang von Mantra zur Affirmation.
Praktische Beispiele Allgemeine Affirmationen Ich liebe und akzeptiere mich und traue dem Prozess des Lebens. Ich bin in Sicherheit. Ich bin Liebe, Ich bin Licht, Ich bin Freude. Das Leben meint es gut mit mir, das Leben ist ein wunderbares Geschenk, es geht mir gut. Ich bin absolute Harmonie, ich bin Weisheit und Freude, ich bin reicher Erfolg, ich bin strahlende Schönheit, ich bin vollkommene Freude, ich bin Gesundheit, ich bin bedingungslose Liebe. Ich erhalte jetzt Liebe, Freundschaft, Gesundheit und Wohlstand.
Autofahrerschutzformeln Gott ist allsehend und allwissend. Er sieht meinen Weg voraus und macht ihn eben und heiter. Gott steuert diesen Wagen während ich umsichtig lenke. Die Liebe ist mein Ziel, ich komme wohlbehalten an.
Affirmationen bei Krankheiten und Depressionen Ich erkläre Frieden und Harmonie in mir und um mich. Alles ist gut. Ich bin willens, mich zu wandeln und zu wachsen. Ich erhebe mich über die Begrenzungen der Angst und erschaffe mein Leben selbst.
Literatur Dr. Joseph Murphy: Die Macht der Suggestion Louise L. Hay: Heile deinen Körper
Quelle: Wikipedia |